Oder: Welche Voraussetzungen muß ich erfüllen?
Nach landläufiger (aber falschen) Meinung gilt es als Voraussetzung, um in den Himmel zu kommen, ein guter Mensch zu sein. Die meisten Menschen sind dem entsprechend auch der Ansicht, daß sie diese Voraussetzung erfüllen, denn schließlich befolgen sie weitestgehend die Gesetze ihres Landes, spenden regelmäßig für wohltätige Zwecke und gehen nicht nur an Weihnachten und Ostern in die Kirche. Noch dazu sind sie heutzutage auch noch tolerant gegenüber Migranten, anderen Religionen und sogar gegenüber anderen sexuellen Präferenzen. Selbstverständlich sorgen sie sich auch um die Umwelt und das Klima, das sie u. a. durch den Kauf einer Wärmepumpe, Umstellen auf fleischlose Ernährung, Verzicht auf die 2. Urlaubsreise im Jahr und Nutzung eines Lastenfahrrads „retten“ wollen. Das alles erhöht aus ihrer Sicht ganz bestimmt den eigenen Score-Wert als Qualifikation für die Aufnahme in den Himmel.
Die Gesetze des Landes zu befolgen, für caritative Zwecke spenden, die Kirche regelmäßig zu besuchen und sich für den Umweltschutz zu engagieren ist äußerst wichtig und lobenswert und dient nicht allein dem eigenen Seelenfrieden. Ja, ein solches Verhalten ist vorbildlich und nachahmenswert.
Der „Haken“ an der ganzen Sache ist allerdings, daß Gottes „Score-Wert“ dadurch in keiner Weise beeinflußt wird. Ganz richtig gelesen: Eine wie oben beschriebene Lebensweise hat so gut wie keine Auswirkungen auf die Frage, ob jemand in den Himmel gelangt.
Anders formuliert: Wer kommt denn dann in die Hölle? Diese Frage läßt sich nicht so einfach beantworten. Es wird den Normalbürger vielleicht einen ziemlichen Schock versetzen, daß selbst (Massen-)Mörder, Diebe und Ehebrecher in den Himmel gelangen können. Daneben befinden sich Pfarrer, Pastoren und bestimmt auch der ein oder andere Papst in der Hölle.
Viele, oder sogar die meisten Menschen, richten ihr Augenmerk auf die Quantität und „Qualität“ der jeweils begangenen Straftaten.
An diesem Punkt ist es notwendig, die verschiedenen Standards zu verdeutlichen. Da ist zum einen der Maßstab, den wir Menschen anlegen, wenn wir uns und unsere Mitmenschen beurteilen nach Kriterien, die wir als „gut“ und „böse“ definieren.
Wir alle verurteilen Mörder, Kinderschänder, Lügner und Ehebrecher. Darüber herrscht sicher allgemeiner Konsens. Zur Differenzierung müssen wir uns vor Augen führen, daß nach Gottes Standard das Mitnehmen einer Büroklammer vom Arbeitsplatz mit einem bewaffneten Raubüberfall auf eine Bank gleichzusetzen ist. Ebenso verhält es sich, wenn man den Nachbar von Gegenüber aus vermeintlich „guten Gründen“ haßt. Jesus setzt das sogar mit MORD gleich.
„Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt ist: „Du sollst nicht töten; wer aber tötet, der soll des Gerichts schuldig sein. Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder zürnet, der ist des Gerichts schuldig; wer aber zu seinem Bruder sagt: Racha! der ist des Rats schuldig; wer aber sagt: Du Narr! der ist des höllischen Feuers schuldig.“ (Matthäus 5, 21 u. 22).
Das ist schon sehr kraß, oder? Aber es kommt noch schlimmer:
„Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt ist: „Du sollst nicht ehebrechen.“ Ich aber sage euch: Wer ein Weib ansieht, ihrer zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen.“ (Matthäus 5, 27 u. 28).
Hand aufs Herz: Welcher Mann hat noch nie beim Anblick einer attraktiven Frau entsprechende Gedanken und Vorstellungen entwickelt? Nach Gottes Standard ist bereits DAS Ehebruch! Vor einiger Zeit habe ich einen Beitrag über Ray Comfort geschrieben, der zu diesem Thema paßt: https://blog-aufwachen.info/?p=1146
Daraus resultiert die Tatsache, daß bei Gott andere Maßstäbe, bzw. nur EIN einziger Standard zählt: PERFEKTION! Die Menge und der Schweregrad einer Sünde haben vor Gott keinerlei Bedeutung. Sünde ist und bleibt Sünde, und daher sind wir Menschen ALLE Sünder – ohne jede Ausnahme, denn jede/r von uns hat schon mal gelogen, Mein und Dein nicht immer beachtet etc. Daraus erwächst die Tatsache, daß wir alle die Hölle verdient haben, denn es heißt bei Römer 6, Vers 23:
„Denn der Sünde Sold ist der Tod; die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserm Herrn.“ Er drückt damit auch die Hoffnung aus, daß dieser Tod durch den Glauben nicht das Ende ist, sondern durch Gottes Gnade ewiges Leben folgt.
Schickt uns Gott in die Hölle?
Eine ebenso irrige Annahme der meisten Menschen ist es, daß GOTT uns in die Hölle schickt. Nein, denn Er achtet unsere Entscheidung, wenn wir sagen, daß wir Gott und Jesus nicht brauchen. Gott gab uns einen freien Willen, den Er respektiert, und wenn wir uns dazu entscheiden, das Opfer, das Gott uns in Form Seines Sohnes und Seines Opfers am Kreuz anbietet, um ewiges Leben zu erhalten, ablehnen, ja, dann wählen wir SELBST unseren letzten und ewigen Bestimmungsort.
Reichen „gute Taten“ aus?
Um diese Frage direkt und ein für alle mal zu beantworten: NEIN! Egal welche und wie viele „gute Taten“ wir auch erbringen mögen: sie reichen nicht. Weder hohe Spenden, tägliche Kirchenbesuche, Hilfsbereitschaft in ehrenamtlicher Position, was auch immer – es reicht nie und nimmer, denn wesentlich entscheidender ist die Frage, ob man erkennt, daß man ein Sünder ist und der Gnade und darum des Opfers von Jesus Christus bedarf. Das, und die Bereitschaft, umzukehren, machen den Unterschied von Himmel und Hölle aus. Wir selbst MÜSSEN auch gar nichts mehr zu unserer Errettung und zum ewigen Leben tun, denn Jesus Christus hat bereits an unserer Stelle die Strafe für unsere Sünden durch Sein Blut und Seinen Tod erbracht.
„ES IST VOLLBRACHT!“ (Johannes 19, Vers 30)
All unsere Sünden in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft wurden von IHM, der keine einzige Sünde zu Seinen Lebzeiten beging, für immer getilgt, vorausgesetzt wir nehmen Sein Opfer an.
Amen!



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