
Was für eine Frage, werden wohl die meisten antworten, denn schließlich sind doch WIR diejenigen, die individuell über unser Leben bestimmen.
Niemand darf uns in unsere Entscheidungen und Prinzipien hineinreden, denn das verbeten wir uns als übergriffige Einmischung. Allein wir selbst bestimmen stets unser Handeln und Denken. Es geht sogar manchmal so weit, daß wir Entscheidungen, Einstellungen und Meinungen anderer Menschen, die sich von unseren unterscheiden, bzw. die sogar von unserern komplett abweichen, nicht nur in frage stellen, sondern grundsätzlich ablehnen und sogar als etwas „Krankes“ bewerten.
Heutzutage – besonders in den sozialen Medien – ist es völlig normal, Menschen, deren Meinung vermeintlich oder faktisch vom Mainstream unterscheiden, als „Rechtsextreme“, „Schwurbler“, oder gar als „Nazi“ zu titulieren. Man macht sich nicht mal mehr die Mühe, den Standpunkt und/oder die Argumente des anderen neutral zu prüfen und zu analysieren.
Nein, zu viel Aufwand, denn schließlich „weiß man doch, daß die Partei XY rechtsextrem und verfassungswidrig ist, weil das doch über alle Zeitungen und Fernsehsender verbreitet wird.“ Das Denken in Schubladen funktioniert heutzutage besser denn je, und die Konsequenzen hieraus können für manche existenzbedrohlich werden. Ein „falscher“ Post, z. B. eine unüberlegte Äußerung über sensible Themen wie die politische Lage, oder die LGBTQ-Ideologie, Klimawandel o. ä. führen manchmal zur sozialen Ächtung, Diffamierung oder dazu, daß morgens um 6:00 Uhr ein SEK an der Tür klingelt und die Bude auf links dreht nur wegen eines verbreiteten „falschen“ Memes. Mittlerweile gilt das geflügelte Wort vom „Bademantel, den man sich bereit legen soll“, in Anlehnung an den Fall vom Herausgeber des COMPACT-Magazins Jürgen Elsäßer, dem solches widerfahren ist. Diese unverhältnismäßige Reaktion des Staates führt bei vielen mittlerweile zu der Befürchtung, daß die durch das Grundgesetz garantierte Meinungsfreiheit zunehmend ausgehöhlt und unsere Staatsform zur reinen Demokratie-SIMULATION verkommt.
Kommen wir zurück auf die Frage, wer oder was noch Einfluß auf unser Leben hat. In der Kindheit und Jugend sind es die Eltern und Großeltern, die uns prägen und im besten Fall Vorbild sind. Von ihnen lernen wir die wichtigsten Verhaltensregeln, und sie vermitteln uns die Werte, die auch bereits von ihren Eltern und Großeltern vorgelebt wurden. Später beeinflussen uns Freunde, Arbeitskollegen und Ehepartner in unseren Ansichten und Entscheidungen. Dennoch haben WIR das letzte Wort in all unseren Belangen.
Und Gott? Was ist mit Gott? Welche Rolle spielt Gott in unserem Leben? Für die meisten Menschen heutzutage stellt sich die Frage erst gar nicht, weil sie der Ansicht sind, daß es Gott schlicht und einfach nicht gibt. Die Wissenschaft, Ideologien wie der Humanismus und andere Weltanschauungen sind an Gottes Stelle getreten, ohne jedoch VERBINDLICHE und eindeutige Orientierung zu bieten. Ja, es gibt das „Gerüst“ von Gesetzen, Regeln und Übereinkünften, die uns davon abhalten, die dünne Kruste der Zivilisation abzustreifen und in gesetzlose Zeiten zu verfallen.
Es ist ein nahezu steinzeitlicher Begriff, aber in Ermangelung eines anderen verwende ich das Wort „Tugend“. Was ist mit den Tugenden wie Ehrlichkeit, Verständnis, Aufrichtigkeit, Nächstenliebe und Mitleid? Im weitesten Sinne sind das Eigenschaften, die nicht ausschließlich, aber an prominenter Stelle im Christentum stehen. Wie der Begriff „Tugend“ sind auch die damit beschriebenen Eigenschaften schon lange aus der Mode gekommen, denn unsere Zeit ist geprägt von Egoismus, Prahlerei, Selbstdarstellung und Liebe zum Geld. Das ist zu bedauern, weil dadurch das menschliche Miteinander leidet und eine kalte, abweisende Atmosphäre geschaffen wird, in dem sich der Einzelne unsicher und verloren fühlt.
Begenet man jedoch anderen mit Verständnis, Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit, so wird ein solches Verhalten oftmals als Schwäche interpretiert und ausgenutzt. Was früher als selbstverständlich galt, erfährt heute Ablehnung und Mißtrauen.
Daran ist erkennbar, daß nicht nur der Glaube an Gott auf einem irreversiblen Rückzug ist, sondern auch die damit verbundenen Verhaltensweisen, wie man sich als Christ gegenüber anderen verhalten sollte.
Daher sollte jede/r in sich hinein horchen und auf die [meist sehr leise] Stimme des Gewissens (bzw. die des Heiligen Geistes) hören und das persönliche Verhalten überdenken, so daß uns Gott leiten mag in all unseren Entscheidungen und in der Begegnung mit unserem Nächsten.
Sicher gibt es eine (verstaubte Familien-)Bibel in den meisten Haushalten, in der man vielleicht mal blättern und lesen kann, wie Jesus – DAS Vorbild aller Christen – sich das Verhalten der Menschen wünschte und selbst vorgelebt hat. Dazu wünsche ich viele gute Erkenntnisse und Erbauung.
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