Man sagt, daß der größte Coup Satans darin bestand, den Menschen davon zu überzeugen, daß es ihn gar nicht gibt.

Nun, Fakt ist, daß Satan – wenn überhaupt – als Comic-Figur auftaucht, gern mit roter Haut, spitzem Dreizack und Schwanz gezeichnet, so wie dieser Kollege hier:

Devil Dancing

Also taucht Satan, bzw. der Teufel, nur noch als Karrikatur auf, vor der Angst zu haben nahezu lächerlich erscheint. Der Satz bzgl. der Existenz Satans bewahrheitet sich täglich, denn wer den Schöpfer leugnet, der glaubt auch nicht an Seinen Widersacher. Ebenso wie wir alle Katastrophen, Krankheiten, Unglücke, Kriege etc. einem blinden Schicksal zuschreiben, so ist auch alles Gute, Schöne ein Produkt des Zufalls, bzw. der Evolution. Das sagt uns „die Wissenschaft“ und unser „gesunder Menschenverstand“. Nein, einen Schöpfer braucht es da nicht auch noch. Die Bibel ist ein Buch (orientalischer) Mythen, Märchen und Legenden, ohne jede Relevanz für uns aufgeklärte und gebildete Menschen, oder?

Das Böse gelangte in die Welt, weil Satan Eva im Paradies zum Ungehorsam gegen Gott verführte. Die perfekte Schöpfung Gottes wurde durch die erste Sünde, einem Akt der Rebellion, für immer zerstört, und wir Menschen wurden sterblich. Für Atheisten mag sich das ziemlich nach Mythos und Märchen anhören, aber wir Christen sind von der Bibel, dem von Gott inspiriertem Wort, überzeugt.
Das Perfide an der Strategie Satans ist, daß er zwar lügt, aber diese Lüge in einen Kern Wahrheit „verpackt“:

Da sprach die Schlange zum Weibe: Ihr werdet mitnichten des Todes sterben; sondern Gott weiß, daß, welches Tages ihr davon eßt, so werden eure Augen aufgetan, und werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist.

Die „glatte“ Lüge ist, daß Satan sagt, daß sie nicht sterben werden. Die Wahrheit in dem Satz ist, daß sie wissen, was gut und böse ist.

Das Vermögen, zwischen gut und böse unterscheiden zu können, ist gewissermaßen der innere Kompaß von allen Menschen auf dieser Welt; jede/r weiß, welche Handlung, welcher Gedanke etc. gut und welche schlecht sind. Diese Richtschnur nimmt ihre Tätigkeit auch relativ früh in unserem Leben auf; sie verläuft in mehreren Phasen, ist aber i. d. R. mit dem 10. oder 11. Lebensjahr abgeschlossen – je nach kindlichem Entwicklungsstadium.

Eine ganz wichtige Rolle haben dabei die Eltern, die dem Kind prägend die Regeln des täglichen Lebens nahe bringen, aber auch davon unabhängig existiert das Gewissen und meldet sich unüberhörbar, wenn man mit Ungerechtigkeit, Grausamkeit und anderen, ethisch zweifelhaften Situationen konfrontiert wird.

Moralische Standards unterliegen dem Wandel, wie uns der aktuelle Zeitgeist drastisch vor Augen führt. Was früher, noch zu Beginn der 1960er Jahre, als Sünde galt (z. B. das Zusammenleben von Paaren ohne Trauschein), ist heute ebenso Normalität wie die gleichgeschlechtliche „Ehe“. Hinzu kommt die Legalisierung von Abteibung, Verbreitung von Pornographie, das Leugnen, daß es nur zwei biologische Geschlechter gibt etc.
Ich wage die These, daß bei den meisten Menschen der moralische Kompaß noch einigermaßen intakt ist, und jede/r ganz tief im Inneren z. B. eine Abtreibung als das erkennt, was sie letzten Endes ist: ein Mord, eine Sünde.
Gesellschaftlich heißt es aber: „Es ist DEIN Körper, DU mußt DEINE Entscheidung treffen und Dir nicht von anderen reinreden lassen!“
Oder: „Jede Liebe ist gut und von Gott [so] gewollt. Also spricht nichts gegen die Ehe für alle.“


Wie ist das vor dem Hintergrund des christlichen Glaubens zu bewerten? Lassen wir es zu, daß bisher absolut geltende Werte im gesellschaftlichen Kontext weiter ausgehöhlt und als obsolet, weil „rückständig“ aufgegeben werden? Oder/und lassen uns von den Amtskirchen weiter die Lüge erzählen, daß Gott heutzutage toleranter geworden ist?

Heute lauten die Floskeln:

Ich glaube auch an den lieben Gott.
Laß´ doch jedem seinen Glauben!
Habe mehr Toleranz!
Jeder hat seine eigene Wahrheit.
Ich habe meine Meinung, Du hast deine Meinung.
Ich glaube da schon an etwas Höheres.
Ich trage meinen Glauben tief (versteckt) in meinem Herzen.
Ich bin ein guter Mensch und gehe jeden Sonntag in die Kirche.
Alles ist richtig, solange es niemandem schadet.
Laßt die Menschen in Ruhe ihr Leben leben.
Man soll sein Leben genießen.
Kann den Liebe Sünde sein?
Was soll´s – man lebt eh nur einmal.
Gegen eine Notlüge kann niemand etwas haben.
Wir alle glauben doch an den selben Gott.
Das Christentum ist doch nur EIN Weg (von vielen), um zu Gott zu gelangen.
Ich bin doch ein guter Mensch.

… es sind Aussprüche, die ins Verderben führen könnten!